Andauernde Kämpfe im Westen und der Mitte Jemens haben in den letzten sechs Wochen mehr als 62.000 Menschen zur Flucht gezwungen.

 Als die Kämpfe im vergangenen Monat immer näher an die Hafenstadt Mokha kamen, entschloss sich Aminas* Familie schließlich zu fliehen, um ihr Leben zu retten. “Die Gefahr kam aus der Luft und vom Land. Wir versteckten uns meist im Haus, aber wir wurden fast getötet und unser Haus wurde während der Kämpfe beschädigt, wir mussten gehen”, erzählt die 28-jährige Mutter von drei Kindern.

Zusammen mit zwei Nachbarfamilien zwängten sich Amina, ihr Mann und die Kinder in ein Auto, das sie in Sicherheit bringen sollte. Die 180 US-Dollar teilten sie sich. Für die Fahrt, die normalerweise zwei Stunden gedauerte hätte, brauchten sie acht Stunden, weil sie abgelegene Straßen wählen mussten, um die Kämpfe zu umfahren.

“Wir konnten nichts mitnehmen – kein Essen, Kleidung oder irgendetwas, weil es kaum Platz für all die Menschen gab. Wir haben alles dagelassen”, erklärt Amina. “Als wir in Hudaydah ankamen, hatten wir nichts, aber die Gemeinde war so hilfsbereit. Obwohl sie auch leiden, haben sie uns einen Platz zum Wohnen gegeben und uns geholfen”, fügt sie hinzu. Von UNHCR bekamen sie Matratzen, Decken, Schlafmatten, Eimer und ein Küchenset. Doch trotz aller Hilfe bleibt die Situation der Familie schwierig.

“Das Leben ist schwer. Wir haben nicht genug zu essen und zu trinken und wir sind krank. Viele Leute und ihre Kinder haben Infektionen und die Angst hat unsere Körper und Seelen schwach gemacht”, sagt Amina. “Ich will wieder zurück nach Hause, aber alle Informationen, die ich habe, sagen, dass es zu Hause noch immer nicht sicher ist.

Quelle: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/news/jemen-kaempfe-vertreiben-ueber-62000-menschen-597.html

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok